Der Ort des informellen Lernens ist die (soziale) Umwelt sowie der Alltag außerhalb mit seinen Lebenssituationen (Dohmen 2001). Das informelle Lernen ist praktisches Handeln sowie pragmatisches Selbstlernen und bezieht sich auf die Bereiche Familie, Gleichaltrigen-Gruppe (Peers), Freizeit und Medien-Umwelt sowie Arbeit.

Informelles Lernen im Alltag dient dem Zuwachs von Erfahrungswissen für den alltäglichen Umgang mit Menschen, Dingen und Situationen. Vor allem die Bedeutung der Gleichaltrigen beim Übergang zum Erwachsenenalter nimmt zu.

Das informelle Lernen in den Gleichaltrigen-Gruppen bezieht sich auf die vielfältigen Beziehungssituationen sowie den Erwerb von sozialen Kompetenzen bezüglich der Kommunikation und Interaktion, denn in der Konfrontation mit anderen Jugendlichen und Gruppen werden die eigenen Interessen, Denk- und Handlungsmuster, Perspektiven und Horizonte geprüft, in Frage gestellt und erweitert.

Validierung und Zertifizierung informell erworbener Kompetenzen ab Seite 28 der DJI-Studie