Profiltage in der 8. bzw. 9. Jahrgangsstufe dienen den Schüler/innen dazu, sich in fünf Tätigkeitsbereichen und einer Gruppenarbeit zu erproben. Beobachtende schätzen ein, wie die Schüler/innen die einzelnen Übungen bewältigen.

Anschließend führen die Schüler/innen zu jeder Übung eine Selbsteinschätzung durch. An einem der folgenden Tage findet für jeden Schüler bzw. jede Schülerin ein persönliches Auswertungsgespräch statt, in dem die Ergebnisse in den einzelnen Übungsbereichen gemeinsam besprochen und reflektiert werden. Das Ergebnis des Auswertungsgesprächs: eine individuelle Lernvereinbarung.

Gemessen werden (von speziell geschulten BeobachterInnen) entlang eines Beobachtungsbogens in der Regel mittels einer Skala mit meistens vier bis fünf Ausprägungen:
- Kompetenzen im Bereich der traditionellen Kulturtechniken (Lesen, Schreiben, Sprechen, Rechnen);
- kognitive Merkmale (Auffassungsgabe, Problemlösungsverhalten etc.);
- Sekundärtugenden (Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Disziplin etc.), die z. T. auch als "integrierende Beobachtungskriterien" bezeichnet werden;
- soziale Merkmale/Sozialverhalten (Teamfähigkeit, Kontaktfähigkeit, Kritisierbarkeit, Konfliktfähigkeit, Hilfsbereitschaft).